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SUMMARY:#FIfFKon18: "Brave New World - Gestaltungsfreiheiten und Machtmuste
 r soziotechnischer Systeme"
DESCRIPTION:Weitere Informationen zu Tagungsort und -zeit werden demnächst 
 veröffentlicht.\n\n#FIfFKon18: Brave New World\n\nGestaltungsfreiheiten und
  Machtmuster soziotechnischer Systeme\n\nViele Produkte, Entwicklungen und 
 Einsatzfelder der Informatik scheinen sich unausweichlich und technisch not
 wendig so entwickelt zu haben, wie wir sie heute kennen. Seien es die Mecha
 nismen sozialer Netzwerke, der aktuelle Ansatz Künstlicher Intelligenz, das
  Vorhandensein globaler IT-Monopole, zentralisierte Smart-City-Konzepte ode
 r der wenig regulierte Adress- und Datenhandel. Technische Entwicklungen ba
 uen aufeinander auf, aber finden natürlich nicht im luftleeren Raum statt. 
 Es gibt immer verschiedene Wege, ein Problem anzugehen und entsprechend Res
 sourcen für dessen Lösung aufzuwenden.\n\nOftmals liegen den tatsächlichen 
 Entwicklungen gerade keine primär technischen Überlegungen zu Grunde, sonde
 rn ökonomische oder politische Motive. Folglich ist es erhellend, Informati
 k- und Technikgeschichte auch unter diesen Aspekten zu betreiben. So können
  Entscheidungsalternativen oder Weggabelungen herausgestellt werden, um die
  dahinterliegenden Machtinteressen, aber auch die sachlichen wie sozialen D
 ynamiken und Zwänge freizulegen. Dieses Wissen ermöglicht es dann, heutige 
 technische Entwicklungen und Weichenstellungen besser zu verstehen.\n\nDoch
  wir wollen nicht nur passiv analysieren, sondern aktiv an aktuellen und zu
 künftigen tiefgreifenden Veränderungen mitwirken, denn die Informatik ist i
 mmer auch Gestaltungsdisziplin – weit über die reine Technik hinaus. Wir wo
 llen also mithelfen, die stetige Digitalisierung und Vernetzung der Gesells
 chaft so mitzuprägen, dass die Freiheit des Individuums und das Wohl der Ge
 sellschaft im Vordergrund jeglicher Technikentwicklung und ihres Einsatzes 
 stehen – sowohl in unseren Endgeräten und Anwendungen als auch in unserer d
 igitalen Infrastruktur.\n\nWir wollen Sichtweisen und konkrete Wege erarbei
 ten, auf welche Weise nicht-technische Werte wie demokratische Teilhabe, Fr
 eiheit und Selbstbestimmung, Pluralismus von Lebensentwürfen und Nachvollzi
 ehbarkeit von Entscheidungen genauso in technischen Systemen und den politi
 schen Entscheidungen darüber Eingang finden, wie die Verhinderung verdeckte
 r Machtzentren, die Bekämpfung von Diskriminierung und struktureller Benach
 teiligung, Privatisierung staatlicher Kernaufgaben. Wir wollen keine smarte
 n Privatstädte mit herrlichem Kundenerlebnis, sondern lebendig-diverse Städ
 te mit emanzipierten BürgerInnen. Wir wollen keine zentralisierten Infrastr
 ukturen, die von globalen, intransparenten Konzernen betrieben werden, sond
 ern dezentralisierte und selbstverwaltete Systeme. Wir wollen unsere Kommun
 ikationsmittel nicht von Geheimdiensten und Militär durchdrungen wissen, so
 ndern integre und vertrauliche Systeme mit Respekt sowie Vertrauen in Mensc
 hen und ihre Grundrechte. Wir wollen diese Werte konkret realisiert sehen.\
 n\nDie Informatik erlaubt all dies in ihren Systemen. Wir müssen die Freihe
 itsgrade der Technik ausnutzen, aber vor allem müssen wir den politischen W
 illen dafür aufbringen. Wir wollen tatsächlich mutig sein und mit dieser Ko
 nferenz dazu beitragen, eine neue, bessere Welt für alle Menschen zu erdenk
 en um sie dann zu bauen.\n\nWeitere Informationen unter: https://2018.fiffk
 on.de/ 
DTSTAMP:20180801T131846Z
DTSTART:20180927T220000Z
DTEND:20180929T220000Z
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