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26./27. September in Berlin
#INFORMATIK2018
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Gesellschaft für Informatik beschließt ethische Leitlinien

Das Präsidium der Gesellschaft für Informatik hat die von der Fachgruppe „Informatik und Ethik“ überarbeiteten ethischen Leitlinien einstimmig beschlossen.

Das Präsidium der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) hat in seiner Sitzung am 29. Juni die ethischen Leitlinien einstimmig angenommen. Diese Leitlinien, bestehend aus zwölf Artikeln, sollen den GI-Mitgliedern und allen Menschen, die informationstechnische Systeme entwerfen, herstellen, betreiben oder verwenden, eine Orientierung für ihr Handeln liefern.

Prof. Dr. Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik: „Wir Informatiker haben große Verantwortung für die menschengerechte Gestaltung von Technik. Die Mitglieder der Gesellschaft für Informatik wollen dieser Verantwortung gerecht werden und allen Informatikerinnen und Informatikern Leitlinien zur Orientierung bei der Entwicklung, dem Betrieb oder der Verwendung von IT-Systemen an die Hand geben. Wir wollen mit diesen Leitlinien bewirken, dass berufsethische oder moralische Konflikte Gegenstand gemeinsamen Nachdenkens und Handelns werden.“

Die nun beschlossenen Leitlinien ersetzen die 1994 erstmals formulierten und 2004 überarbeiteten ethischen Leitlinien der Gesellschaft für Informatik. Die Leitlinien wurden maßgeblich von der Fachgruppe „Informatik und Ethik“ unter Beteiligung der Mitglieder der GI entwickelt.

Dr. Stefan Ullrich, Sprecher der GI-Fachgruppe „Informatik und Ethik“: „Ich freue mich sehr, dass wir den über einjährigen Gestaltungsprozess mit der Verabschiedung der ethischen Leitlinien der Gesellschaft für Informatik durch das Präsidium erfolgreich abschließen konnten. Wir wollen die Leitlinien als Grundlage für den weiteren Diskurs über die Verantwortung der Technikerinnen und Techniker im Informationszeitalter nutzen.“

Die Leitlinien appellieren an jede und jeden Einzelnen, sich fachlich und sachlich kompetent mit dem eigenen Wirken auseinanderzusetzen und die eigene Urteilsfähigkeit zu schärfen. Die technischen Möglichkeiten der Informatik entwickeln sich jedoch sehr schnell. „Der offene Charakter der Leitlinien macht deutlich, dass es keine abschließenden Handlungsanweisungen oder starren Regelwerke für moralisch gebotenes Handeln geben kann“, zitiert Ullrich aus den Leitlinien.

Die Ethischen Leitlinien der Gesellschaft für Informatik werden auch Gegenstand der Jahrestagung der GI, der #INFORMATIK2018 am 26./27. September in Berlin sein, die sich auch mit der Zukunft der Informatik beschäftigt: www.informatik2018.de. Die Ethischen Leitlinien können hier heruntergeladen werden.

Über die Gesellschaft für Informatik e.V.

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist mit rund 20.000 persönlichen und 250 korporativen Mitgliedern die größte und wichtigste Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum und vertritt seit 1969 die Interessen der Informatikerinnen und Informatiker in Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Gesellschaft und Politik. Mit 14 Fachbereichen, über 30 aktiven Regionalgruppen und unzähligen Fachgruppen ist die GI Plattform und Sprachrohr für alle Disziplinen in der Informatik. Weitere Informationen finden Sie unter gi.de.

Pressekontakt:

Daniel Krupka
Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)

Geschäftsstelle Berlin
im Spreepalais am Dom
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Tel.: +49 30 7261 566-15
Fax: +49 30 7261 566-19